Ute Kaiser - Idee & Stimme
Gabriela Börschmann - Stimme
Martin Molitor - Stimme

In Zusammenarbeit und mit freundlicher Unterstützung der Tochter Olga Benarios
Anita Leocádia Prestes und des Autors und Herausgebers Robert Cohen.

Die Premiere fand am 14. September 2017 im NS-Dokumentationszentrum München statt. Zu weiteren Vorstellungen kam es am 2. Mai 2018 im Gallus Theater in Frankfurt am Main und am 7. Juli 2018 in der Mahn-und Gedenkstätte Ravensbrück.
Weitere Termine sind in Vorbereitung.
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Ute Kaiser | Gabriela Börschmann | Martin Molitor

Die Idee ist, die Essenz zweier Bücher miteinander zu verbinden:

1. Buch: Die Unbeugsamen
Olga Benario – Luiz Carlos Prestes: Briefwechsel aus Gefängnis und KZ

Der 2013 erschienene Briefwechsel zwischen Olga Benario und Luiz Carlos Prestes ist erfüllt von großer Würde und Menschlichkeit in einer Lebenssituation, die grauenhafter nicht sein könnte.

2. Buch: Der Vorgang Benario
Die Gestapo-Akte 1936 – 1942

Das erste Buch mit Material aus der siebzig Jahre nach Kriegsende endlich zugänglichen Sammlung der Nazi-„Trophäendokumente“ gibt einen ungeheuerlichen Einblick in die Energie und Akribie staatlich organisierten Massenmordes.

„Der von der Gestapo sogenannte ›Vorgang Benario‹ ist die vielleicht umfassendste Sammlung von Dokumenten zu einem einzelnen Opfer des Holocaust.“ (Robert Cohen, 2016)

Die Auswahl, die Robert Cohen aus mehr als 2000 Seiten über Olga Benario im „Vorgang Benario“ zusammengestellt hat, inspirierte die Schauspielerin Ute Kaiser mit ihren Schauspielkollegen Gabriela Börschmann und Martin Molitor zu dieser szenischen Lesung.

Ein literarisches Mahnmal!

Aus dem Vorwort von „Der Vorgang Benario“:
„Am 29. April 2015 fand im Museum der Streitkräfte in Moskau […] ein feierlicher Eröffnungsakt statt. Anlass war die Onlinepublikation von bisher nicht zugänglichen Akten des deutschen Reiches aus russischen Archiven
www.germandocsinrussia.org

[…]Unter den Tausenden von bereits digitalisierten Dokumenten findet sich ein Dossier von acht Akten der Gestapo – gegen zweitausend Blatt – zu einer einzigen Person: Olga Benario. Ein schon mit Blick auf den Umfang vergleichsloses Dossier.

[…] Zugleich bilden diese Dokumente – unvermeidliche Dialektik – eine umfassende Selbstdarstellung der Täter und der Ideologien, Zwänge, Mechanismen, Organisationen und Strukturen, die sie leiten. Indem sie den ›Vorgang Benario‹ beinahe Tag für Tag aktenmäßig verhandeln, tun die Täter, was sie nicht wollen können: Sie geben Auskunft über sich selbst.“